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Aktualisiert am 20.02.08 14:08 - Redaktion


13.05.99 USA: Unterschiedliche Reaktionen zu Kirchenreformvorschlag bei den Bischöfen.

Die meisten Bischöfe, die am 5. Mai anlässlich der Tagung des Bischofsrats ans Mikrofon traten, zeigten wenig Enthusiasmus für den 1. Entwurf des "Connectional Process Teams" (CPT). Das Team wurde an der Generalkonferenz 1996 eingesetzt, um bis in Jahr 2000 darzulegen, wie die Kirche ihren Dienst und ihre Mission im nächsten Jahrhundert möglichst effektiv ausführen könne. Dazu gehörte auch das gründliche Überdenken der Struktur und Organisation der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK). Der erste Entwurf ist seit einiger Zeit im Internet abrufbar unter http://www.umc.org/cpt/. Die Bischöfe wurden laufend von der CPT-Vorsitzenden Bischöfin Sharon Brown Christopher (Illinois) über die Entwicklung auf dem Laufenden gehalten.
Einige Bischöfe vermissen am ersten Entwurf Leidenschaft und Enthusiasmus. Andere lobten das CPT für dessen Engagement, jedoch habe es versucht zu viel in viel zu kurzer Zeit zu erreichen. Altbischof James K. Mathews schlug daher vor, das Team solle sich auf die Thematik der Internationalisierung der Kirche konzentrieren, und das Übrige streichen.
Die schärfste Kritik äusserte Bischof Lindsey G. Davis (Atlanta). "Mit dem Versuch, uns zu helfen, ein globales Kirchenverständnis zu entwickeln, hat der Entwurf nun genau den gegenteiligen Effekt bewirkt" sagte er: "Der Entwurf ist so weit vom angestrebten Ziel entfernt, das ich wünschte, das CPT würde ihn wieder zurückziehen."
Besonders viel zu Reden gab der Vorschlag, dass nur noch maximal 4 Delegierte aus jeder Jährlichen Konferenz (Synode) an die Generalkonferenz entsandt werden sollen. Damit würde diese alle vier Jahre tagende oberste Institution der EMK um 50 Prozent auf rund 500 Delegierte verkleinert. Befürchtet wird vor allem von den ethnischen Minderheiten in Amerika, dass sie noch weniger repräsentativ vertreten sein werden als heute. Und weiter würden grosse amerikanische Konferenzen gegenüber kleineren, wie sie in Europa zu finden sind, personell benachteiligt.

Quelle: United Methodist News Service