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Aktualisiert am 20.02.08 11:34 - Redaktion

Bericht von der Jährlichen Konferenz 2000 der EMK Schweiz-Frankreich vom Freitag, 26. Mai 2000


Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 18.00h Schweiz: Stiftung Viktoria erhält erneut Darlehen

Gerhard Schmalhardt, der neue Direktor des Hotels Viktoria, Hasliberg Die Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich hieß erneut und nach längerer, kontrovers verlaufener Beratung ein Darlehen in der Höhe von Fr. 300'000.- gut, um Liquiditätsengpässe im Betrieb des Hotels Viktoria auf dem Hasliberg zu beheben. Allgemein anerkannt wurde die professionelle und vertrauensschaffende Art der Information und Hotelführung. In Anbetracht früher Zuschüsse der EMK Schweiz-Frankreich an den Hotelbetrieb sahen es eine Mehrzahl der Delegierten der Jährlichen Konferenz für richtig an, festzuhalten, dass sie es sich zum gegebenen Zeitpunkt nicht vorstellen könne, noch weitere Darlehen an die Betriebskosten zu gewähren.
Erneut zu Reden gab die schwierige Ablösung des früheren Direktors und Pfarrers der EMK, Peter Siegfried, durch den nun geschäftsführenden Gerhard Schmalhardt. In einem kurzen Statement meinte der neue Direktor, er habe in den sechs Jahren, als er mit Peter Siegfried in der Viktoria zusammenarbeitete, diesen sehr schätzen gelernt.

Quelle: EMKNI - Jörg Niederer

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 16.30h Schweiz: alfa-Zentrum haarscharf an Abgrund vorbeigeschrammt

 In ihrer Berichterstattung über das alfa-Zentrum in Bern, ein selbstständiges Werk der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), erklärten die Verantwortlichen Jürg Blattner und Theo Schaad den Delegierten an der Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich, wie es dem Werk gelungen war, ein sehr angespanntes, weiteres Jahr zu überstehen.
Ein Umsatzeinbruch des Betriebes 1999 führte zu einer Unterdeckung des Eigenkapitals der Genossenschaft und damit zu einer erheblichen Abweichung von den Zielsetzungen der Aufbauphase.
Die Genossenschaft stand vor der Frage, ob der Betrieb liquidiert werden soll. Dies hätte aber die Gefahr sehr großer Verluste der Geldgeber, besonders der Kirche bedeutet. Aufgrund der Ergebnisse vorangehender Jahre und der Überzeugung externer Fachleute, dass die erforderlichen Ergebnisse im Betrieb in Zukunft zu erzielen sind, hat sie sich dazu entschlossen, die bisherige Arbeit in qualitativ verbesserter und effizienterer Form weiter zu führen.
Am 1. April wurde die Betriebsführung des alfa-Zentrums (Restaurant, Hotel, Konferenzbetrieb) der Firma DSR, Le Restaurateur des Collectivités, Morges, übergeben.
Die Firma DSR (Gründung 1919 durch CVJM und Blaues Kreuz) ist, ähnlich wie der SV-Service in der deutschsprachigen Schweiz, vor allem in der gepflegten Betriebsgastronomie tätig und führt auch erstklassige Restaurationsbetriebe. Sie ist eine Stiftung mit 1340 Mitarbeitenden in 188 Betrieben, unter anderem stellt sie auch die Verpflegung im Altersheim Institution Béthanie in Lausanne sicher. Zurzeit ist sie in der deutschsprachigen Schweiz auf Expansionskurs und außerordentlich daran interessiert, sich mit dem alfa-Zentrum in Bern eine feste Position zu schaffen.
Dass die gegenwärtige Situation durch Maßnahmen im Rahmen der Genossenschaft und des Vereis Pro alfa gemeistert werden konnte, ist sehr erfreulich.

Quelle: EMKNI - Jörg Niederer

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 15.40h Schweiz: EMK-PfarrerInnenausbildung auf Hochschulniveau

Manfred Marquardt, zum letzten Mal als Direktor des Theologischen Seminars Reutlingen an der JK Schon bald - im Jahre 2002 - wird das theologische Seminar der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Reutlingen, Deutschland, sein 125-jähriges Jubiläum feiern können.
Das Seminar hat sich im Verlaufe der Jahrzehnte weiterentwickelt. In der heutigen Gesellschaft muss die Kirche sich damit auseinandersetzen, dass zum Dienst der EMK-PfarrerIn nicht nur die methodistische Ausrichtung gehört, sondern auch eine fundierte Ausbildung auf Hochschulniveau.
In diesem Jahr schließen 9 StudentInnen ihre Studium ab. Im Sommersemester kommen elf junge Menschen mit Universitätsabschluss zu einem Ergänzungsstudium nach Reutlingen. Der Grund liegt auch darin, dass zur Zeit zuwenig Leute ein Theologiestudium im Seminar Reutlingen abschließen und damit vermehrt auch an Universitäten nach zukünftigen EMK-PfarrerInnen gesucht wird. 
Manfred Marquardt ist seit 12 Jahren Direktor des theologischen Seminars. Mitte Mai 2000 konnte er seinen 60. Geburtstag feiern. Er wird im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl als Direktors zur Verfügung stehen.

Quelle: EMKNI - Peter von Känel

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 15.20h Schweiz: Alphalive-Kurs und freiwillige Mitarbeit

 Die Ergebnisse der geschlossenen Sitzung der Laien an der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich fasste der Konferenzlaienführer Daniel Sommer knapp zusammen. 
Niklaus Rieben vom EMK-Bezirk Lenk-Gstaad stellte den alphalive-Kurs vor. Alphalive (durch einen Rechtsstreit wurde aus dem Namen alpha neu alphalive) ist ein evangelistischer Glaubenskurs auf Beziehungsebene. Rieben ermutigte zur Durchführung solcher Kurse, aber auch zum persönlichen Gespräch mit Mitmenschen über Jesus Christus. "Es gibt viele Menschen, die nach Jesus fragen," so Rieben. Weitere Informationen und Infos finden sich dazu auch unter http://www.megaphone.ch/alpha oder http://www.cfc.ch/Alpha.
Die Freiwilligenarbeit der EMK wurde in einem Sonderbericht an der Jährlichen Konferenz 1999 vorgestellt. Dessen Empfehlungen wurden an dieser Konferenz erneut thematisiert. Unter anderem stellte Daniel Sommer zur Diskussion, ob nicht eine Anlaufstelle geschaffen werden sollte, wo Literatur, Vorlagen und Informationen zu Stellenbeschreibungen, Spesenregelungen etc. erhältlich wären. In kleinen Gruppen wurden über eigene Erfahrungen in den Gemeinden untereinander ausgetauscht. Dieser Gedankenaustausch wird nun wieder vom LaienführerInnen-Konvent aufgenommen, der der Kommission für Jugend- und Erwachsenenarbeit einen konkreten Antrag dazu unterbreiten wird.

Quelle: EMKNI - Andy Schindler

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 15.00h Schweiz: Kirche+Welt mit interessantem Wettbewerb

Urs Eschbach macht Werbung für Kirche+Welt im T-ShirtDer Vorsitzende des Herausgeberausschusses der Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), Kirche+Welt, Urs Eschbach, trug als besondere Attraktion und als Hinweis auf seine tiefe emotionale Bindung zum Kirchenblatt ein T-Shirt mit Werbeaufdruck des ab heute geltenden Wettbewerbs von Kirche+Welt. Zu gewinnen gibt es ein Gemeinde-Frühstück mit einer vom Vorsitzenden gehaltenen Predigt. Aufgabe des Wettbewerbes ist es, möglichst viele Neuabonnenten bis zum 31. Oktober 2000 zu gewinnen. Sämtliche Neuabos in diesem Jahr sind für Fr. 15.-- zu bekommen. Weitere Hinweise finden sie auf der Homepage von Kirche+Welt  unter http://www.umc-europe.org/kundw/abo.htm.

Quelle: EMKNI - Markus Bach

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 14.50h Schweiz: Die Zahlstelle der EMK mit Bankgarantie

Nach dem Fiasko mit dem European Kings Club (EKC) wurde die Bankenverordnung zum Bankengesetz derart verschärft, dass nur noch Bankinstitute Spargelder entgegen nehmen durften. Von dieser Änderung ist auch die Zahlstelle der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) betroffen, die nach dem neuen Gesetz eigentlich keine Gelder mehr entgegennehmen dürfte.
Die Zahlstelle nimmt Publikumseinlagen von der EMK nahestehenden Personen entgegen und verleiht den Bezirken Darlehen zu günstigen Konditionen.
Peter Binder informierte die Jährliche Konferenz darüber, dass intensive Gespräche mit der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) und der Zürcher Kantonalbank (ZKB) dazu geführt haben, dass beide Institute einer Bankgarantie zu Gunsten der Zahlstelle zugestimmt haben, damit die bisherige Tätigkeit erhalten bleiben kann. Diese Bankgarantie kam nur deshalb zustande, weil sowohl EBK als auch ZKB die eingelegten Spargelder als nicht gefährdet betrachten. Als einzige Bank in der Schweiz verfügt die Zürcher Kantonalbank über ein AAA-Rating, wodurch auch die Sicherheit der Einlagen in der Zahlstelle erhöht wurde.
Eine weitere Abklärung der Zahlstelle betraf die Frage zur Unterstellung unter das Geldwäscherei-Gesetz. Da die EMK jedoch als Haupttätigkeit nicht gewerbsmäßige Kredite erteilt, wurde auf die Unterstellung unter das neue Gesetz verzichtet.

Quelle: EMKNI - Markus Bach

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 14.40h Schweiz: Positiver Rechnungsabschluss von Zentralverwaltung und Zahlstelle der EMK

Pierre Herzog, der nächstes Jahr scheidende Zentralverwalter der EMKDie Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich hat die vorgelegte Erfolgsrechnung und Bilanz der Zentralverwaltung ohne Kommentar genehmigt. Die Rechnung schloss mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 83'143.30. Die Erfolgsrechnung beinhaltet einen Umsatz von über Fr. 11 Mio. Die Rechnung der Zahlstelle, die mit einem Ertragsüberschuss von knapp Fr. 500'000.-- schloss, wurde zustimmend zur Kenntnis genommen.

Quelle: EMKNI - Markus Bach

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 14.20h Schweiz: Acht Jahre Mitarbeit im Kirchenvorstand

Peter Binder (rechts) dankt Peter MatterPfarrer Peter Matter, Uster hat nach acht Jahren Mitarbeit im Kirchenvorstand der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) seinen Rücktritt erklärt. Der Präsident Peter Binder überreichte ihm an der Jährlichen Konferenz der EMK Schweiz-Frankreich ein kleines Präsent und dankte ihm herzlich für seine geleisteten Dienste. Die Konferenz hat Peter Matter spontan mit Applaus verabschiedet.

Quelle: EMKNI - Markus Bach

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 14.00h Schweiz: Reorganisation in der Zentralverwaltung der EMK

Daniel Burkhalter, der neue Geschäftsleiter der ZentralverwaltungDer Präsident des Kirchenvorstandes, Peter Binder, erläuterte an der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich den Bericht des Kirchenvorstandes. Dabei wies er auf die Reorganisation der Zentralverwaltung hin. Pierre Herzog, der seit 30 Jahren die Zentralverwaltung betreut, gelangt nächstes Jahr in den 'rechtzeitigen' Ruhestand (Zitat Peter Binder). Ihm wird vom Präsidenten und der Jährlichen Konferenz für die gute Arbeit gedankt. Auf den 1. Juli 2001 hat der Kirchenvorstand Daniel Burkhalter zum neuen Geschäftsführer der Zentralverwaltung gewählt. Mit der Anstellung von Danie Burkhalter ist eine Reorganisation der Zentralverwaltung verbunden, welche die Sekretariate von Kirchenvorstand, Zahlstelle und Zentralverwaltung besser koordiniert. Peter Binder dazu: "Die kirchlichen Organe sollen besser und effizienter unterstützt werden, evtl. können sogar Fremdleistungen für andere erbracht werden."

Quelle: EMKNI - Markus Bach

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 11.30h Schweiz: Frauendienst wird zum Frauenwerk - Präsidentin tritt zurück

Heidi und Werner WydlerHeidi Wydler, langjährige Präsidentin des Frauendienstes der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich tritt mit dieser Jährlichen Konferenz zurück. Ihr wurde ganz herzlich für den großen Dienst gedankt, den sie all die Jahre hindurch geleistet hatte. Für die nächsten Zeit wird Distriktsvorsteherin Hanna Wilhelm interimistisch dieses Amt übernehmen.
Zuvor berichtete Heidi Wydler über den Frauenbegegnungstag vom vergangenen Mittwoch in der Linsenbühlkirche St. Gallen (Siehe unten!).
Leichte Verwunderung löste die Mitteilung aus, der Frauendienst habe seinen Namen in Frauenwerk geändert. Delegierte sprachen beim Mittagessen von "zaghafter Umbenennung" oder "Anpassung an die Jährlichen Konferenzen in Deutschland".

Bericht des Frauenbegegnungstages 24. Mai 2000an die Jährliche Konferenz in Herisau
„Suchen, was verloren ging...". Geborgenheit finden - Rituale feiern.

Zu diesen Thema luden wir als Frauenwerk bereits zum vierten Mal alle Frauen in- und außerhalb der EMK zum Frauenbegegnungstag ein.
Als Auftakt zur Konferenz folgten gestern etwa 200 Frauen dieser Einladung in die Linsenbühlkirche in St. Gallen. Die Kirche mit dem Kirchgemeindehaus, umgeben von einem kleinen Park war für uns ein idealer Tagungsort, und die St. Galler-Frauen sowie die treuen männlichen Frauenbegegnungstags-Mitarbeiter schafften mit ihrem Einsatz eine gastfreundliche Atmosphäre. Ihnen allen nochmals ein herzliches Dankeschön.
Zur Einstimmung in den Tag feierten wir mit Singen, Wechsellesung und Gebet. Die Musik mit der Sopranistin Antonia Georgieva gab dem Vormittag einen festlichen Glanz.
Mit dem gewählten Thema wollten wir zum Überlegen und Handeln anregen. In unserem hektischen und von Reizen überfluteten Alltag gehen uns oft wertvolle Angewohnheiten, Traditionen und Alltagsrituale verloren, die uns helfen könnten, unseren Lebens- und Glaubens-Alltag zu gestalten. Leider sind Rituale aber oft erstarrt und entleert. Der Begriff selbst weckt vielleicht sogar negative Assoziationen. Natürlich können so Rituale keine Wirkung mehr zeigen. Demgegenüber könnten sie aber heilend und belebend sein, sinnstiftend für unser Dasein und stärkend für unsern Glauben. Sie könnten sozusagen den äußeren Rahmen bilden und uns Möglichkeiten eröffnen, Gott immer wieder neu zu erfahren. Rituale helfen achtsam und bewusst mit dem eigenen Leben umzugehen und es hoffnungsvoll und kreativ mit der Hilfe Gottes zu gestalten. So wollten wir uns mit all den Frauen auf die Suche machen, um alte oder neue lebensbejahende Formen des Glaubens zu entdecken und sie für unseren Alltag fruchtbar zu machen.
Zwei junge Referentinnen aus der EMK Deutschland konnten gewonnen werden, zum Thema einige wesentliche Impulse einzubringen.
Frau Ute Martin-Knerr ist Pfarr- und Familienfrau und Frau Bettina Gfell ist Theologin. Beide sind im Frauenwerkvorstand der Südwestdeutschen Jährlichen Konferenz tätig.
Bevor sich die Frauen dem Pic-nic zuwenden und einander im Gespräch begegnen konnten, erhielten sie noch einige Informationen aus unserem Frauenwerk z.B. über die Schulungsangebote, das neu erschienene Büchlein über unsere Geschichte und die beiden neuerschienenen Forums-Broschüren. Gleichzeitig wurde bereits die Einladung zur nächsten Impulstagung 2001, vormals Rüsttage ausgesprochen.
Am Nachmittag wurden im Kirchgemeindehaus verschiedene Workshops angeboten, die das Thema noch erweiterten oder vertieften.
„Rituale in der Familie", „Konflikte und Krisen", „Persönliche Rituale im Alltag, Lebensrhythmus", oder „Abschiednehmen, Trauer" waren die Untertitel der Workshops.
Im Workshop, welcher in der Kirche stattfand, machten wir uns auf den Weg durch die „Feste im Kirchenjahr", der seinen Höhepunkt am Schluss erreichte, als alle wieder vereint das Abendmahl zusammen feierten. Die Organistin Doris Schneider-Müller trug mit ihrem Spiel und auch mit ihrem Glockenchor wesentlich dazu bei, dass wir nach dem Abendmahl mit großer Freude und hoffnungsvoll Ostern feiern und die Frauen mit dem österlichen Segen wieder in ihren Alltag entsenden konnten. Ostern, wo Maria den Auferstandenen erkannte und den Auftrag erhielt, den lebendigen Herrn überall zu verkündigen. Diesen Auftrag haben auch wir, als Frauen der EMK gehört und möchten ihn, wie es unser Motto beschreibt, weiterhin in die Tat umsetzen:
"Christus kennen und ihn bekennen".
Heidi Wydler

Quelle: EMKNI - Stefan Pfister

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 10.30h Schweiz: Kirche erleben und die aufbrechenden Knospen entdecken

v.l.n.r.: Bischof Heinrich Bolleter, DistriktsvorsteherInnen Hanna Wilhelm, Urs Eschbach, und ganz rechts, Theo RickenbacherGestern wurden Teile des Berichts der Distriktsvorsteher (DV) an einem öffentlichen Abend der Jährlichen Konferenz (JK) der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz-Frankreich thematisiert. Eingeladen dazu waren auch Bezirkskonferenz-Mitglieder aus der Region. In seiner Einleitung betonte DV Theo Rickenbacher, dass es letztlich um den Dienst geht, den die Menschen in ihren Gemeinden tun. "Da wo wir zu Hause sind, findet die Gemeinde statt", so Rickenbacher. Er zeigte die verschiedenen Phasen auf, die es zur Entstehung des DV-Berichtes brauchte.
In diesem Jahr werden im Bericht zwei Themen besonders hervorgehoben: 1. Die Bemühungen um neue Wege in der Gemeindearbeit und 2. die Gemeindeleitbilder. Drei Personen erzählten von ihren kleinen und größeren Aufbrüchen in der Gemeinde: Der EMK-Pfarrer Thomas Neukomm aus Windisch berichtete, dass die Bemühungen in ihren Gottesdiensten darauf abzielen, viel Ermutigung zu geben und reale Bezüge zum Alltagsleben zu schaffen. Die EMK-Pfarrerin Käthi Bär aus Turbenthal schilderte die positiven Erfahrungen in ihrer Gemeinde mit dem Alpha-Kurs und der Laie Martin Rupprecht aus Herisau hielt eine Knospe in die Höhe und sagte: "Die wirklichen Aufbrüche sehen wir gar nicht. Sie geschehen im Innern des Menschen." Anschließend wurden in kleinen Gruppen über die eigenen Erfahrungen und über Aufbrüche in den Gemeinden gesprochen.
Martin Rupprecht nach seinem anregenden Votum zum DistriktsvorsteherberichtDer zweite Teil drehte sich um die Gemeindeleitbilder. Helen Holenstein aus Flawil zeigte anhand von Bildern auf, wie ein Leitbild in ihrer Gemeinde entwickelt worden ist. In bewegenden Worten schilderte EMK-Pfarrer David Brenner aus Glarus seine eigenen Erfahrungen und machte deutlich, dass der Prozess einer Leitbildentwicklung auch schmerzhaft sein kann. Den Abschluss machte Bischof Heinrich Bolleter, der die Gemeinsamkeiten aller Gemeinden und ihrer Menschen aufzeigte. "Ich habe heute Abend Kirche erlebt, die ein Sensorium für Knospen entwickelt. Lasst uns die Knospen entdecken," so Bolleter.

Heute nun wurde der ganze DV-Bericht in der Konferenz behandelt. Verschiedene Voten aus dem Plenum nahmen Stellung zum DV-Bericht, so wurden theologische Fragen, Aussagen zu Gemeindezusammenlegungen aber auch Fragen nach dem Verständnis von Gemeindeleitbildern gestellt. Reaktionen betreffend dem inhaltlichen Schwerpunkt Gemeindeleitbild lösten an verschiedenen Orten besonders der folgende Satz im DV-Bericht aus: "Die vor drei Jahren gemachte und oben schon erwähnte Anregung des Kabinetts, sich bezüglich Außenorientierung klare Ziele zu setzen, wurde in der konkret gemachten Form nirgends aufgenommen." Auch im Plenum wurde ein Votum dazu eingebracht. DV Theo Rickenbacher nahm Stellung dazu und präzisierte diese Aussage noch weiter, indem er zum Ausdruck brachte, dass ihm bis jetzt kein Leitbild bekannt ist, dessen Grundsatzziele sich explizit auf außenstehende Menschen ausrichten. Er dankte zum Schluss für alle Impulse und Anregungen, die es zum DV-Bericht gegeben hat. Der Bericht wurde von der Jährlichen Konferenz fast einstimmig entgegengenommen.
Der gesamte DV-Bericht wird ab nächster Woche auf der JK-Homepage (http://www.umc-europe.org/jk/) verfügbar sein.

Quelle: EMKNI - Andy Schindler

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 09.00h Schweiz: Feierlich in die Jährliche Konferenz aufgenommen

Thomas Neukomm, Patrick Siegfried und André Ottersberg neu in volle Verbindung zu JK aufgenommen.In einer feierlichen Zeit wurden drei Pfarrer neu in die Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich aufgenommen. Sie beantworteten traditionelle Fragen, wie sie Geistlichen der EMK und ihren Vorgängerkirchen schon seit über 250 Jahren gestellt werden. Die drei damit in die Dienstgemeinschaft der Pfarrerinnen und Pfarrer der EMK aufgenommenen André Ottersberg, Thomas Neukomm und Patrick Siegfried werden am kommenden Sonntag zu Ältesten ordiniert. Älteste der EMK werden die PfarrerInnen genannt. Sie können unter anderem die Sakramente verwalten, müssen sich aber auch unter das Dienstzuweisungskonzept der Kirche stellen.
Ebenfalls gefeiert wurden in diesem Zusammenhang die Pfarrer und ihre Frauen, die in den Ruhestand treten.

Quelle: EMKNI - Jörg Niederer

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000, 08.45h Schweiz: Grußworte von Kirchen- und Behördenvertreter

Der Herisaumer Gemeindepräsident Kurt Kägi und der Präsident der ref. Kirche beider Appenzell, Johannes StäubliZweisprachig richtete der Herisauer Gemeindepräsident Kurt Kägi sein Grußwort an die Delegierten der Jährlichen Konferenz (Synode) der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz-Frankreich. Besonders viel Applaus erntete er dafür von den französischsprachigen Anwesenden. Auf das Motto der Jährlichen Konferenz "Siehe ich mache alles neu!" eingehend meinte er: "Das Neue muss nicht immer besser sein als das Alte und Bewährte... Das Neue kann erst beurteilt werden, wenn es alt ist.
Mit Esprit warb er sodann für Herisau, eine Zentrumsgemeinde im Ausserrhodischen Appenzell von 16'000 Einwohnern, in der 30% der Bevölkerung Appenzell Ausserrhoden leben. 6500 Arbeitsplätze geben den aufgestellten Einwohnerinnen und Einwohnern ein Auskommen. Und er lud alle ein: "Nehmen sie ein Auge voll Herisau für ihren Alltag mit."
Johannes Stäubli, Präsident der reformierten Landeskirche beider Appenzell schloss sich bei dem von Kurt Kägi auf französisch gesagten an mit dem einem Wort: "dito", um dann auf die Müllsäcke im Logo der Konferenz zu sprechen zu kommen. So wünsche er sich gelegentlich, er könnte einige der Probleme in seiner Kirche in einem solchen Sack entsorgen. Konkret erwähnte er die mangelnde Verbindlichkeit vieler landeskirchlicher Gemeindeglieder. Auch in ihrem Kontext würde Neues angegangen, so z.B. die Kirchenverfassung und -ordnung. Doch im Gegensatz zu Form den Inhalt einer Kirche nach machen. Hier komme es auf die Gemeindeglieder an. Dann wünschte er viel Geist Gottes und wieder aufs Signet bezogen der Konferenz einen Sack, aus dem neues wächst.
Aus der Antwort von Bischof Heinrich Bolleter löste ein Gedanken Schmunzeln und Freude aus. "Die EMK hat etwa so viele Kirchenangehörige wie es Außerrhödler Bürger gibt (13'000). Es wäre interessant, einmal eine Begegnung von EMK-lern und Außerrhödler zu erleben."

Quelle: EMKNI - Jörg Niederer

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200026.05.2000 Schweiz: Vielseitigen Dienst der EMK in Österreich

Pfarrer Robert Hunt aus ÖsterreichIn seinem Grußwort an die Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) schreibt Robert Hunt, englischsprachiger Pfarrer in Wien, Österreich:

"Ich grüße Euch im Namen Jesus Christus und als Vertreter der Evangelisch-methodistischen Kirche in Österreich.
Im letzten Jahr wurden alle Österreichischen Kirchen mit großen Anforderung konfrontiert. Ein großer Teil dieser Anforderungen entstand durch die politische Situation, die schon bekannt ist. Natürlich haben unsere Mitglieder verschiedene Meinungen und unterstützen verschiedene Parteien. Trotzdem stehen wir gemeinsam gegen Rassismus und Intoleranz. Alle unsere Gemeinden haben Mitglieder aus anderen Ländern, und wir erinnern uns, dass ein Teil unserer Familien in der Vergangenheit Flüchtlinge waren. Mit anderen Kirchen in Österreich haben wir einen Stellungnahmen gegen Fremdenfeindlichkeit verfasst (Siehe den folgenden Artikel).
Trotzdem haben sich seit der politischen Veränderung unsere Gemeinden ungehindert weiter entwickelt. Alle unsere Gemeinden haben neue Mitglieder bekommen, und der Gottesdienstbesuch steigt. Unsere Kirche unterstützt nach wie vor Jugendliche und Kinder im Zentrum Spattstrasse. In Graz/Waiern unterstützen wir Studenten aus dem Osten, die eine theologische Ausbildung absolvieren. In Salzburg betreuen wir Schubhäftlinge. Die Englischsprachige Gemeinde in Wien hilft vielen Flüchtlingen aus Afrika und Iran, und wird ab nächsten Monat Gottesdienst für Häftlinge aus Afrika und Amerika im Gefängnis Sonnberg beginnen. Das Thema unserer 71. Jährlichen Konferenz ist: 'Was habt ihr für den Geringsten getan.'
Ich freue mich schon darauf in den nächsten Tagen mit Ihnen über unseren Dienst in Österreich persönlich zu sprechen, und auch viel über die Kirche in der Schweiz zu erfahren.
"

Quelle: Robert Hunt

26.05.2000 Österreich: Wort des Vorstandes des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zur Fremdenfeindlichkeit

 Mit großer Betroffenheit nehmen wir wahr, dass es in Österreich sichtbare Vorurteile und spürbare Feindseligkeiten gibt gegen Menschen, die in irgendeiner Weise fremd erscheinen. Muslimische Frauen mit dem Kopftuch und Menschen mit dunklerer Hautfarbe werden belästigt ohne jeden Grund, außer, dass sie eben anders aussehen oder sind.
Äußerungen von Politikern haben dazu beigetragen, dass Vorurteile und Verhetzung gegen Menschen aufgrund ihrer religiösen und nationalen Zugehörigkeit in unserem Land laut werden und sogar Anklang finden.
Dagegen erheben wir unsere Stimme.
1. Es gehört zum Grundbestand des christlichen Glaubens und jeden humanen Menschenbildes wie auch der Erklärung der Menschenrechte, dass jeder Mensch, unabhängig von seinem Geschlecht, seiner Religion und Staatszugehörigkeit, gleiche Würde und gleiche Rechte hat.
2. Es ist ein bekannter psychischer Vorgang der Entlastung, wenn Menschen die Ängste, die uns aufgrund der Unsicherheit des Lebens ständig begleiten, auf andere Menschen projizieren und diese zum Sündenbock machen. Dieser Mechanismus erklärt zwar Ablehnung und Vorurteile, er tut aber Unrecht und löst keine Probleme.
3. Wir sind für umfassende Information und offene Aussprache, wo durch fremde Sprache, Kultur- und Religion Reibungsflächen und Ängste entstehen. Wir sind bereit, zu solchen Begegnungen und Aussprachen einzuladen und uns zu bemühen, dabei Missverständnisse auszuräumen und ein besseres Zusammenleben zu ermöglichen.
4. Jeder unsachlichen Behauptung, jeder pauschalen Beschuldigung und vor allem jeder religiösen und rassischen Diskriminierung werden wir aber entschieden widersprechen und Menschen, die davon nicht ablassen, auf ihre Verantwortung hinweisen.
5. Wir ersuchen alle Mitbürger dringend und mit besonderem Nachdruck, dem Gift des Rassismus und der Intoleranz sowie der Angst vor allem Anderen und Fremden zu widerstehen und alles in ihrer Macht stehende zu tun, dass wir eine gerechte, weitblickende und menschliche Gesellschaft werden.

Quelle: Robert Hunt