Die schnelle Information über eine bemerkenswerte Kirche

Aktualisiert am 20.02.08 11:42 - Redaktion  

Bericht von der Jährlichen Konferenz 2000 der EMK Schweiz-Frankreich vom Sonntag, 28. Mai 2000


Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200029.05.2000 Schweiz: Abschlussfeier der Jährlichen Konferenz der EMK als beeindruckendes Gesamtkonzept

Sechs Gospelchöre singen zusammen an der JK 2000 in NiederuzwilNach der Ordination am Morgen und einer beeindruckenden Predigt von Bischof Heinrich Bolleter wurde in einem fulminanten Nachmittagsprogramm vor 2'500 Menschen die Jährliche Konferenz (Synode) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich zu Ende. 
Besonders beeindruckend war dabei das zugrunde liegende Gesamtkonzept, das geschickt die regionale Gemeindearbeit auf dem Bezirk Niederuzwil mit den Möglichkeiten eines für die ganze EMK in der Schweiz und Frankreich bedeutenden Anlasses verband. Was in der Uze-Halle auf der Bühne geschah, war kein isolierter Grossanlass, sondern der Auftakt zu einem neuen Kirchen-Jahr. Unter der Gesamtleitung von Matthias Arn fanden sich zeitweise sechs Gospelchöre mit insgesamt 200 SängerInnen auf der Bühne, kompetent und mit vollem Körpereinsatz dirigiert von Urs Leuenberger. Verena Birchler, Fernsehmoderatorin beim "Fenster zum Sonntag" auf SF2 und Erwachsenenbildnerin interviewte den Vize-Schweizermeister im Bobbahn-Skeleton, Jürg Geiser, den wohl bekanntesten Polizisten der Schweiz, Jürg Steiner und Josef Brüschwiler, einen geheilten Alkoholiker. Das ganze Programm drehte sich ums Thema: "Alles Müll - oder was? oder: Wenn Leben keinen Wert mehr hat". Gemeindeglieder der EMK Niederuzwil veranschaulichten das Thema durch zwei Anspiele.
Die Gesprächsmoderatorin Verena Birchler
Von Beginn weg vermochte der Gospelchor Gossau die Leute mitzureißen. Die souverän auftretenden Solisten und Solistinnen suchten die Nähe des Publikums. Und als dann auch noch die Sängerinnen und Sänger der Gospelchöre Flawil, Gaiserwald, Neckertal, Niederuzwil und Oberbühren sich mit den Gossauern zusammen schlossen, hielten es viele Leute nicht mehr auf den Stühlen aus. Über die ganzen zwei Stunden stießen weitere Personen zu der mitklatschenden, singenden und zuhörenden Menge hinzu.
Verena Birchler hatte schnell die OstschweizerInnen auf ihrer Seite, als sie sich als Anhängerin des Fußballmeisters St.Gallen outete. Geschickt, mit viel Fingerspitzengefühl und nie indiskret stellte sie die Fragen ihren drei männlichen Gästen. Im Verlauf dieses Talks erfuhr man denn auch einiges über diese Personen und ihren Bezug zum christlichen Glauben.

Über den Bobbahn-Skeletonfahrer Jürg Geiser erfuhr man etwa, ...
dass er mit bis zu 158 km/h im Eiskanal und nur 10 cm ab Boden unterwegs ist.
dass für Ihn Gott wie ein Vater ist.
dass er nicht verbissen als Aktiver an der Olympiateilnahme festhält, sondern evt. auch als Trainer dabei sein könnte.
dass er sich von einem christlichen Mentaltrainer nicht nur für den Sport, sondern fürs ganze Leben fit machen lässt.
dass er sich an Gott wendet, weil dieser sein Schöpfer ist, und er ja auch zum Hersteller von technischen Geräte geht, wenn diese nicht mehr funktionieren.

Kinder singen ein LiedÜber den bekanntesten Schweizer Polizisten Jürg Steiner erfuhr man, ...
dass ihm wichtig ist, dass Gottes Wort gepredigt wird, und wir Menschen Gott gehorsam sind.
dass, wenn man "uf d'Schnorre gheit", wenn man sündigt, man wieder aufstehen und Gott um Vergebung bitten soll.
dass er sich, gegen allen äußeren Schein als Schwächling versteht, und dass, auch wenn er hier eine Show machen würde, Gott ihn durchschauen würde und gut kennt.
dass er als Nächstes Betrunkene mit dem Polizeiauto wie in einem Taxi nach Hause bringen will, und die Gelegenheit dazu nutzen möchte, ihnen die Probleme der Such zu verdeutlichen.
dass er in Sao Paulo etwas für Straßenkinder und Militärpolizisten tun möchte.

Über den einstigen schweren Alkoholiker Josef Brüschwiler erfuhr man, ...
dass er durch ein Wunder Gottes vom Alkohol losgekommen ist.
dass er die Lösung von grundlegenden Problemen nur mit Gottes Hilfe für möglich hält.
dass das Wichtigste für Menschen mit Problemen ist, dass sie zuhören und die Hilfe von Gott erwarten.

Einen weiteren besonderen Farbtupfer brachten die Kinder in die Konferenz der Erwachsenen, als sie mit gelben, grünen, blauen, rosafarbenen, roten und orangen Papierstreifen bekleidet auf die Bühne traten und sangen: "Rägeboge, dini Farbepracht het der Herr för euis uf d'Ärde brocht..."

Für all die Gäste, die von diesem Nachmittagsprogramm noch nicht genug hatten, oder die noch Fragen loswerden wollten, bestand die Möglichkeit, um 16.30 Uhr mit den Talkgästen, Pfarrer Markus Schöni und der Moderatorin Verena Birchler in der Kapelle der EMK zu sprechen. Zugleich wurde auch auf Alphalive, ein in vielen Gemeinden durchgeführter und bewährter Bibelkurs hingewiesen, den die Evangelisch-reformierte und die Evangelisch-methodistische Kirche gemeinsam ab 30. August durchführen werden.

Quelle: EMKNI - Jörg Niederer

Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich in Herisau und Niederuzwil vom 24. - 28. Mai 200028.05.2000 Schweiz: Die Beziehung zu Gott erneuern – Großveranstaltung der EMK in der Uzehalle

Pfarrer Markus Schöni von der EMK NiederuzwilDie Wiler Zeitung, eine Regionalausgabe des St. Galler Tagblatts, berichtete am 30.5.2000 über den Abschluss der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich:

"Den Abschluss der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz/Frankreich (EMK) bildete am Sonntag der Festgottesdienst mit Ordination in der Uzehalle. Das Nachmittagsprogramm stand ganz im Zeichen der Gospelchöre und des Talks mit Gästen.
Unter dem Vorsitz von Bischof Heinrich Bolleter, Zürich, tagten letzte Woche in Herisau Laienmitglieder und Pfarrpersonen aus der Schweiz, Frankreich und Nordafrika. Gegen 280 Delegierte und Gäste aus weiteren europäischen EMK-Konferenzen nahmen daran teil.
Für die Organisation der Abschluss-Großveranstaltung in der Uzehalle zeichnete die Evangelisch-methodistische Kirche der Region Uzwil/Flawil verantwortlich, die gemäss Auskunft von Martin Bosshard, Niederuzwil, ungefähr 150 Mitglieder und zahlreiche Freunde umfasst. In der Uzehalle mussten nicht weniger als 2000 Sitzplätze bereit gestellt werden. Die Bibellesebund-Musik Schweiz und der Chor der Dienstgemeinschaft sorgten für die stimmungsvolle Umrahmung des festlichen Gottesdienstes, der unter der Leitung von Distriktsvorsteher Walter Wilhelm stand.
Das Motto der jährlichen Konferenz lautete: 'Ich mache alles neu!' Bischof Heinrich Bolleter stellte die Erneuerung der Kirche in den Mittelpunkt seiner Festpredigt. Selbstverständlich sei nicht alles gut, nur weil es neu sei. Gerade in der heutigen Zeit des Umbruchs zeige sich, dass die Menschen nicht unbegrenzt Neues aufnehmen könnten. 'Ist die Kirche heute vor allem ein Zufluchtsort?', fragte sich Bolleter. Die Kirche könne wohl einen bestimmten Schutz bieten, hingegen müsse sie offen sein für die Erneuerung, sonst sei es um ihre Zukunft schlecht bestellt.
Die Urbotschaft der Bibel gehe von der Erneuerung aus. Als Beispiel nannte Heinrich Bolleter die kontrastreiche Bibelsprache: Babylon gelte als Zeichen für die vergangene Welt, während Jerusalem das Symbol für Neues sei. 'Die Kirche muss sich restrukturieren und auf das Wesentliche beschränken', fasste Bolleter im Hinblick auf die Zukunft zusammen. Sie sei zu stark mit kollektiven Existenzängsten beschäftigt und müsse sich vermehrt zu Gott hinwenden. Das Licht der Sonne sollte sich in den Menschen widerspiegeln. 'In der Erneuerung muss die Kirche vermehrt den Menschen und dem Leben zugewandt sein', forderte Heinrich Bolleter.
Ein besonderes Erlebnis war die Ordination von Thomas Neukomm  als Diakon und jene von André Ottersberg, Patrick Siegfried und Stefan Zürcher als Älteste.
(Anm. d. EMKNI-Redaktion: Richtig ist, dass Stefan Zürcher zum Diakon und Thomas Neukomm zum Ältesten ordiniert wurden.) In der feierlichen Zeremonie erhielten sie von Bischof Heinrich Bolleter den Auftrag, sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Kräften für die Gemeinschaft einzusetzen.
Das nachmittägliche Programm stand unter dem Motto: 'Alles Müll oder was?' Rund zwei Stunden wurde Unterhaltung mit Tiefgang geboten. Dabei standen die Gospelsongs im Mittelpunkt. Verschiedene regionale Gospelchöre mit über 100 Mitgliedern sowie der Gospelchor Gossau standen unter der Leitung von Urs Leuenberger und begeisterten das Publikum. Zum Programm gehörte aber auch der Talk mit Gästen, die etwas Besonderes erlebt haben. Er wurde moderiert von Verena Birchler, die als Fernsehmoderatorin tätig ist. Eine Theatergruppe unterhielt die Besucher mit humorvollen Inputs für den Alltag."

Quelle: Wiler Zeitung, St. Galler Tagblatt – Bea Näf